Sind 5.000 Euro sind zuviel: So viel Taschengeld ist sinnvoll
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Sind 5.000 Euro sind zuviel: So viel Taschengeld ist sinnvoll

Haste Töne? Rich Kid und Unternehmenstochter Saffron Drewitt-Barlow besitzt nicht nur eine Platin-Kreditkarte, sondern erhält auch monatlich 5.000 britische Pfund Taschengeld. Rapper Sean Combs, auch bekannt als Diddy, P. Diddy, Sean John, Puff Daddy, Puffy, Swag, Love oder Brother Love ist in Sachen Taschengeld ebenfalls großzügig. Er zahlt seinem Sprössling monatlich 21.000 Dollar Unterhalt.

Keine Sorge, so viel Taschengeld benötigt kein durchschnittliches Kind. Jedoch sollte es feste Regeln für den Erhalt des Taschengeldes geben. Nur so lernen die Kids, mit Geld umzugehen. Hier die Wichtigsten:

  1. Es bietet sich an, Kindern ab dem Schulalter Taschengeld zu zahlen. Dabei sollte der Geldbetrag mit ihrem Alter steigen.
  2. Grundschulkinder können nur kurze Zeiträume überblicken. Deshalb sollten sie das Taschengeld wöchentlich erhalten. Älteren Kindern und Jugendlichen, die ihre Ausgaben bereits besser einschätzen können, sollte es monatlich ausgezahlt werden. Es bietet sich an, immer an einem festen Tag das Taschengeld zu zahlen. Das sorgt für Struktur und das Kind kann sich darauf verlassen. Am besten ist es, wenn Eltern den Kindern das Geld von sich aus pünktlich geben und nicht erwarten, dass diese selbst daran denken und es aktiv einfordern.
  3. Wofür das Kind sein Taschengeld ausgibt, sollte es ganz allein entscheiden. Möchte das Kind etwas Besonderes wie ein PC-Spiel oder eine Konzertkarte für die Lieblingsband haben, muss es lernen, zu sparen. Natürlich dürfen Eltern ihren Kids hin und wieder den einen oder anderen Sonderwunsch erfüllen und ihnen so außerplanmäßig eine Freude machen. Das können je nach finanzieller Situation in der Familie ein paar neue Sneaker, ein neues T-Shirt oder ein gemeinsamer Kinobesuch sein. Bei Jugendlichen ab 14 Jahren bietet es sich an, zusätzlich zum Taschengeld noch einen fixen monatlichen Betrag, das sogenannte Budgetgeld, zu zahlen. Hiervon sollen die Teenager dann ihre Klamotten oder ihre Hobbies bezahlen.
  4. Die Höhe und die Auszahlung des Taschengeldes sollten nie an ein bestimmtes Verhalten der Kinder geknüpft sein. Geld für gute Schulnoten, gutes Benehmen oder für die Mithilfe im Haushalt sind tabu. Hierzu zählen unter anderem alltägliche Aufgaben wie den Tisch abräumen, mit dem Hund Gassi gehen oder das eigene Zimmer aufräumen.

Das Wichtigste zum Schluss: Wie viel Taschengeld?

Pauschale Vorgaben oder gar gesetzliche Regelungen darüber, wie viel Taschengeld für Kinder und Jugendliche angemessen ist, gibt es nicht. Die Jugendämter geben aber Empfehlungen. Für Kinder bis zu neun Jahren raten die Jugendämter zu folgenden Taschengeldhöhen: 

((folgt))

Kinder ab zehn Jahren und Jugendliche sollten ihr Taschengeld monatlich bekommen, um das längerfristige Planen zu lernen. Die Jugendämter empfehlen folgende Summen:

((folgt))

Aufgepasst! Diese Beträge sind nur Richtwerte, denn die Höhe des Taschengeldes hängt in erster Linie von der familiären finanziellen Situation ab. Ist das Einkommen der Familie knapp, muss auch das Taschengeld für das Kind entsprechend geringer ausfallen. Wird eine solche Situation in der Familie offen besprochen, wird das Kinder sicher die Entscheidung der Eltern zur Höhe des Taschengeldes verstehen und nachvollziehen können. Einfluss auf die Taschengeldhöhe hat auch der Wohnort. Denn ganz klar: der Preis für eine Tüte Pommes oder einen süßen Softdrink ist in einer Kleinstadt oder auf dem Land sicher günstiger als in einer Großstadt.